Monatsarchiv für April 2011

 
 

Asterix und der Blütenstaub

Wir befinden uns im Jahre 2011 n.Chr. Ganz Gallien ist von einer dicken Schicht Blütenstaub besetzt… Ganz Gallien? Nein! Ein von unbeugsamen Galliern bewohntes Passivhaus hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten.

In den letzten Tagen haben uns mehrfach Freunde und Nachbarn ihr Leid geklagt. Der derzeit allgegenwärtige Blütenstaub bedeckt Schränke, Betten, Sofas und die Fußböden in ihren Wohnungen und Häusern. Wir haben zum Glück nicht damit zu kämpfen. Durch unsere kontrollierte Wohnraumlüftung können wir unserer Fenster geschlossen halten und die Filter in der Lüftung halten den Blütenstaub komplett aus unserem Haus fern.

Bei all den Rentabilitätsberechnungen für Passivhäuser wird oft vergessen, dass man sich durch den Passivhausstandard auch eine ganze Menge an Wohnkomfort gönnt. Ein Blütenstaubfreies Haus ist deshalb ein weiteres Argument pro Wohnraumlüftung.

Heute abend werden aber wohl auch wir wieder unsere Lüftung ausschalten müssen weil viele Mitmenschen unter dem Deckmäntelchen des Brauchtums Osterfeuer ihre Gartenabfälle entsorgen. Frohe Ostern wünsche ich all meinen Lesern.

Was versteht man unter dem Begriff Passivhaus

Zu dem Artikel Was versteht man unter dem Begriff Passivhaus einige Anmerkungen von mir.

Zunächst ein Lob für den gelungenen Artikel. Bei einigen Punkten hätte ich Änderungswünsche:

1. Die Fehlerquote bei der Installation der Lüftungstechnik
Bei Auswahl eines kompetenten Handwerkers sollte diese Fehlerquote gering sein. Außerdem vermute ich, dass die Fehlerquote in einem Passivhaus nicht höher sein wird, als die Fehlerquote in jedem beliebigen anderen Haus. Einzig die Auswirkungen eines Fehlers in der Ausführung oder Planung wirkt sich in einem Passivhaus gravierender aus.

2. Bei Stromausfall wird die Lüftungsanlage gestoppt.
Sicherlich ist ein Ausfall der Lüftungsanlage nicht erwünscht. Nur, was passiert in einem herkömmlichen Haus bei Stromausfall? Richtig, die Heizung fällt aus. Ergo wird es in allen Häusern bei Stromausfall mit der Zeit kalt. Aber: Durch die bessere Dämmung des Passivhauses wird es hier wesentlich langsamer kalt.
Bei Stromausfall im Sommer machen wir das Gleiche, was alle anderen auch machen: Wir öffnen die Fenster. :-)

3. Schallschutz aufgrund besserer Dämmung
Hier kommt es nicht allein auf die Dämmung an. Entscheidend ist der komplette Wandaufbau incl. Mauerwerk. Subjektiv habe ich das Gefühl, dass wir von außen mehr Geräusche als erwartet wahrnehmen (unser Mauerwerk besteht aus 24er Porenbeton)

Das erste Osnabrücker Baugebiet mit Passivhäusern

Samstag Morgen las ich am Frühstückstisch meines Passivhauses in der Neuen Osnabrücker Zeitung den Artikel “Das erste Osnabrücker Baugebiet mit Passivhäusern“.

Gut ist, dass auch im Osnabrücker Land das Thema Passivhaus immer mehr Interesse findet. Gut ist auch, dass durch die Förderung (bis zu 3.000,- €) ein zusätzlicher Anreiz für den Bau eines Passivhauses geschaffen wird. Schlecht ist, dass wir scheinbar einige Jahre zu früh gebaut haben und in den Genuss einer solchen Förderung nicht gekommen sind.

Richtig ist, dass die Passivhäuser eine Herausforderung für das Osnabrücker Handwerk sein werden (wer mein Blog schon länger verfolgt, weiß, welche grauslichen Erfahrungen wir mit unseren Handwerkern und “Beratern” auf Messen gemacht haben).
Nicht richtig ist nach meiner Erinnerung, dass es in Osnabrück nur ein privates Passivhaus gibt. Hier werde ich noch recherchieren und mich an die Neue Osnabrücker Zeitung wenden.