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Klimaauswertungen von September 08 bis Dezember 08

Nach langer “künstlerischer” Schaffenspause habe ich es heute endlich geschafft, die Auswertungen der Monate September 08 bis Dezember 08 online zu stellen.

Nach wie vor erfasse ich täglich die wichtigsten Temperaturen und die Stromverbräuche. Es werden also hoffentlich kurzfristig auch die Daten von 2009 folgen.

Ich habe mir auch fest vorgenommen, kurfristig die Auswertungen zu erläutern. Der aufmerksame Leser wird ja schnell festgestellt haben, dass wir im ersten halben Jahr recht hohe Stromverbräuche zu verzeichnen hatten. Woran das gelegen hat und wie wir das (hoffentlich) ändern, dazu später mehr.

Auswertungen August 2008

Ich denke jeden Passivhausbewohner interessiert es, ob die theoretisch berechneten Werte auch praktisch eingehalten werden können. Deshalb habe ich begonnen, täglich Buch über die wichtigsten Kennzahlen, wie zum Beispiel Temperaturen, Stromverbräuche und Laufzeiten zu führen. Ich plane, dieses konsequent weiter zu führen. Vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen Bauwilligen, sich für ein Passivhaus zu entscheiden.

Hier findet ihr eine Erklärung, was ich wie messe und auswerte. Solltet Ihr Fragen haben, oder Euch interessieren andere Werte oder andere Auswertungen, dann freue ich mich auf eine kurze Nachricht.

Als erstes die Temperaturverläuf verteilt über den Monat (ich habe erst am 6.8.2008 mit dem Erfassen der Werte begonnen).

Temperaturverläufe August 2008

Wie man sieht, sind die Graphen für die Innentemperatur im Gegensatz zu den Außentemperaturen sehr konstant. Ebenso ist zu erkennen, dass die Temperaturmaxima und -minima immer recht eng beieinander liegen. Das zeigt auch unsere tägliche Erfahrung. Die Temperatur im Haus ist annähernd konstant, egal ob das Thermometer draußen 25 °C oder 15 °C misst.

Wenn die Temperaturen für die Minima verglichen werden, ist zu erkennen, dass sinkende Außentemperaturen auch eine Abnahme der Innentemperaturen zur Folge haben. Dies ist an dieser Stelle aber nicht zu verallgemeinern. Wir hatten den ganzen August die Fenster Tag und Nacht geöffnet (Baufeuchte…). Ich bin gespannt, ob dieser Effekt auch in den nächsten Monaten so zu beobachten ist.

Für mich interessant waren auch die maximalen und minimalen Außen- und Innentemperaturen.

Maximum und Minimum

Nicht ganz unwichtig ist der minimale und maximale tägliche Stromvebrauch, sowie der Durchschnitt…

stromminmax200808

…und der kumulierte Stromverbrauch pro Monat

gesamtkwh

Beruhigend zu wissen, dass wir mit 315,7 kWh im Monat auf einen Gesamtenergieverbrauch von 18,9 kWh/m²xJahr kommen und für das Passivhaus die Grenze bei 120 kWh/m²xJahr liegt. Wir haben also noch ein wenig Spielraum ;-)

Abschließend noch die Laufzeiten der Wärmepumpe, Solar-Umwälzpumpe und der beiden Heizstäbe.

laufzeiten200808

Der zweite gelbe Balken ist derzeit für uns besonders interessant. Wer sich erinnert, wir dürfen für den Jahresheizenergiebedarf den Wert von 15 kWh/m²xJahr nicht überschreiten. In diesem Monat haben wir für Heizenergie keine Energie aufwenden müssen (ok, auch wenn viele es nicht gemerkt haben, es war Sommer). Wir liegen also noch im Plus!

Morgenstund hat Gold im Mund???

Heute Morgen, 5:30 Uhr in Deutschland. Minustemperaturen. Der Wecker hätte mir noch gut und gerne eine Stunde Zeit gegeben, aber einer unserer Nachbarn versucht vergeblich, sein Auto zu starten. Ich bin wach, gehe ins Bad und friere.

Was hat dieses Erlebnis mit einem Passivhaus zu tun?

Nächstes Jahr schellt der Wecker wohl auch weiterhin um 6:30 Uhr. Wir werden aber aufgrund der Lüftungsanlage unsere Fenster nicht mehr geöffnet haben. Dank der Dreifachverglasung in den Passivhausfenstern werden wir auch den Nachbarn, der dringend eine neue Autobatterie benötigt, nicht mehr hören.
Und wenn wir denn doch aufstehen müssen, dann bei wohligen 20 Grad.

Eigentlich doch zu schade, sich in so einem Haus überhaupt schlafen zu legen, oder? ;-)

Passivhaus-Kompendium 2008 erschienen

Ich halte es in den Händen, das Passivhaus-Kompendium 2008.

Erster Eindruck: Wieder einmal sehr informativ, für mich jedoch wenig Neues. Für zukünftige Passivhausbauer aber sicherlich eine gute Möglichkeit, einen Einstieg in den Passivhausgedanken zu finden.

Gedanken zur Auswahl von Dachpfannen

Getreu dem Motto “Nachher ist man immer schlauer”, möchte ich einige Dinge zur Auswahl von Dachpfannen schreiben. Ich hoffe, es hilft künftigen Bauherren bei der Auswahl ihrer Dachpfannen.
Nicht das wir mit unserer Nibra F7 nicht mehr glücklich wären, aber nach der Verlegung sind uns Dinge aufgefallen, über die wir uns vorher überhaupt keine Gedanken gemacht haben, und die durchaus hätten bitter enden können.
Den ganzen Beitrag lesen…

Das Dach gedeckt

Heute war es soweit, unser Dach sollte gedeckt werden.
Die Pfannen (Nibra F7 von Nelskamp) lagern schon seit einigen Tagen auf etlichen Paletten rund um unser Haus, Freunde und Verwandte waren “eingeladen” und für das leibliche Wohl war auch gesorgt.
Starten wollten wir gegen 8:00 Uhr, da ich aber nicht gut schlafen konnte, war ich schon um 7:30 Uhr auf der Baustelle. Das Decken des Daches gehörte ja zu den Tätigkeiten, auf die ich mich am meisten gefreut hatte. An erster Stelle stand das Richten und irgendwie habe ich immer schon die Dachdecker und Zimmerleute beneidet, die über unseren Köpfen, einen tollen Ausblick genießend, ihrem Broterwerb nachgehen konnten. Was ich aber nicht bedacht hatte war die Tatsache, dass der Bauherr tunlichst den schlechtesten Job bei Dachdecken übernehmen sollte. Und dieser Job ist nicht oben am First gewesen, sondern unten am Gerüst. Die Pfannen mussten von den Paletten auf das Gerüst geworfen oder gegeben werden und anschließend vom Gerüst aufs Dach. Der Part “vom Gerüst aufs Dach” war meiner.

die drei BodenständigenHand in Handdie Reihe der Helfer

Also hatte ich an diesem wunderschönen Samstag 1600 Dachpfannen in der Hand. Da es “mein” Dach ist, habe ich aber jede von ihnen genossen ;-)
Insgesamt waren wir 9 Personen und wie erwartet, ging die Arbeit zügig voran.

Sieht da jemand gelangweilt aus?Am Boden wurde ununterbrochen für Nachschub gesorgt

Um 10:00 Uhr war die Südseite fertig gedeckt. Nach einer Frühstückspause brauchten wir dann noch 2 Stunden für die Nordseite. Anschließend hatten sich alle Helfer unseren saftigen Backschinken und die Salate wirklich verdient.

Zeit, unser Werk zu bewundern:

Süd-West AnsichtSüd-Ost AnsichtAnsicht Nordenfast ein Kunstwerk, nicht?

Lattung ist fertig

fertige LatttungHeute einmal wieder ein Rückblick auf die letzte Woche. Die Lattung und Konterlattung ist fertig. Da ich fast nur auf dem Dach gesessen habe, gibt es keine Fotos von der Arbeit sondern nur vom Endprodukt.

schön gerade, hoffentlich passen auch die Pfannen drauf ;-)Rückblickend hätte ich diese Arbeit besser verschoben, denn es war ganz schön zugig da oben und ich quäle mich seit Wochen mit einer Erkältung.

Giebelüberstände und Folie

Seit dem Richtfest sind jetzt fast zwei Wochen vergangen und ich bin nicht dazu gekommen, hier zu bloggen. Dafür sind wir an unserer Baustelle aber ein gutes Stück vorwärts gekommen.

kein giebelseitiger DachüberstandWie man hier sieht, haben wir, anders als bei einem herkömmlichen Sparrendach, keine giebelseitigen Dachüberstände mit den TJI-Trägern konstruiert.

80 cm DachüberstandUnser Dachüberstand soll fix und fertig später 50 cm betragen. Addiert man die 30 cm Dämmung hinzu, kommt man auf 80 cm Überstand, die mit normalem Holz erstellt wurden. Da ich nicht dazu gekommen bin, Fotos zu machen, sieht man hier die Überstände schon teilweise mit Folie.

lange Arme für die FolieDas Aufbringen der Folie war eine mächtige Kletterpartie und man war gut bedient, wenn einem die Gene lange Arme beschert hatten.

nur noch wenige Bahnen FolieAber am Ende des Tages konnten wir sicher sein, dass nach dem nächsten Regenguss unser Rohbau nicht mehr komplett unter Wasser stehen wird. Tatsächlich hatten wir die letzte Bahn Delta Max gerade verlegt, da fielen die ersten Tropfen. Selten habe ich mich so über Regen gefreut.

Passivhausbewohner durch “Luxussteuer” bestraft

Über einen aus meiner Sicht unglaublichen Schildbürgerstreich wird bei Unser neues Haus berichtet. Die Erhebung einer höheren Grundsteuer auf Passivhäuser trägt jedenfalls nicht dazu bei, die durch die Bundesregierung gesetzten Klimaschutzziele schnellstmöglich zu erreichen.

Impressionen vom Tag danach

Giebel mauernGiebel im Westen fertig

Für den Tag nach dem Richtfest sollte man tunlichst nur leichte Aufgaben einplanen. Zunächst war dann erstmal Aufräumen angesagt, später haben wir die Giebel im 2. OG fertig gemauert.

Nach Feierabend habe ich das schöne Wetter für Bilder genutzt.

Ohne Worte:

Richtbaumgerade SparrenBlick durch das Treppenloch auf den Westgiebel

gerade Sparren nach WestenRichtbaum gen Himmelgroßes Haus ganz klein (die Bauherrin kennt die Zoomfunktion noch nicht)