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Lattung ist fertig

fertige LatttungHeute einmal wieder ein Rückblick auf die letzte Woche. Die Lattung und Konterlattung ist fertig. Da ich fast nur auf dem Dach gesessen habe, gibt es keine Fotos von der Arbeit sondern nur vom Endprodukt.

schön gerade, hoffentlich passen auch die Pfannen drauf ;-)Rückblickend hätte ich diese Arbeit besser verschoben, denn es war ganz schön zugig da oben und ich quäle mich seit Wochen mit einer Erkältung.

Giebelüberstände und Folie

Seit dem Richtfest sind jetzt fast zwei Wochen vergangen und ich bin nicht dazu gekommen, hier zu bloggen. Dafür sind wir an unserer Baustelle aber ein gutes Stück vorwärts gekommen.

kein giebelseitiger DachüberstandWie man hier sieht, haben wir, anders als bei einem herkömmlichen Sparrendach, keine giebelseitigen Dachüberstände mit den TJI-Trägern konstruiert.

80 cm DachüberstandUnser Dachüberstand soll fix und fertig später 50 cm betragen. Addiert man die 30 cm Dämmung hinzu, kommt man auf 80 cm Überstand, die mit normalem Holz erstellt wurden. Da ich nicht dazu gekommen bin, Fotos zu machen, sieht man hier die Überstände schon teilweise mit Folie.

lange Arme für die FolieDas Aufbringen der Folie war eine mächtige Kletterpartie und man war gut bedient, wenn einem die Gene lange Arme beschert hatten.

nur noch wenige Bahnen FolieAber am Ende des Tages konnten wir sicher sein, dass nach dem nächsten Regenguss unser Rohbau nicht mehr komplett unter Wasser stehen wird. Tatsächlich hatten wir die letzte Bahn Delta Max gerade verlegt, da fielen die ersten Tropfen. Selten habe ich mich so über Regen gefreut.

Passivhausbewohner durch “Luxussteuer” bestraft

Über einen aus meiner Sicht unglaublichen Schildbürgerstreich wird bei Unser neues Haus berichtet. Die Erhebung einer höheren Grundsteuer auf Passivhäuser trägt jedenfalls nicht dazu bei, die durch die Bundesregierung gesetzten Klimaschutzziele schnellstmöglich zu erreichen.

Impressionen vom Tag danach

Giebel mauernGiebel im Westen fertig

Für den Tag nach dem Richtfest sollte man tunlichst nur leichte Aufgaben einplanen. Zunächst war dann erstmal Aufräumen angesagt, später haben wir die Giebel im 2. OG fertig gemauert.

Nach Feierabend habe ich das schöne Wetter für Bilder genutzt.

Ohne Worte:

Richtbaumgerade SparrenBlick durch das Treppenloch auf den Westgiebel

gerade Sparren nach WestenRichtbaum gen Himmelgroßes Haus ganz klein (die Bauherrin kennt die Zoomfunktion noch nicht)

Richtfest

Wer ein schönes Haus mit einem noch schöneren Dach errichtet, der bedankt sich bei den Bauhelfern traditionell mit einem Richtfest. Wir wissen, dass wir ohne Euch, liebe Helfer, unser Haus nicht so fertig bekommen würden, wie es geplant ist. Für Eure tatkräftige Unterstützung und Euren Einsatz können wir Euch nicht genug danken!
Danken wollen wir aber auch unseren Nachbarn, Freunden und Verwandten dafür, dass sie so zahlreich gekommen sind und uns so viele Geschenke mitgebracht haben. Geladen waren 50 Erwachsene und fast genauso viele Kinder, gekommen sind fast alle. Besonderer Dank gilt dann noch denen, die uns mit Salaten unterstützt haben und Sylvia für das Besorgen und Schmücken des Richtbaumes.

schiefimmer noch schiefjetzt passt es

Ein Richtfest beginnt natürlich mit dem Aufstellen eines Richtbaumes und dem Richtspruch. Da wir keine Zimmerleute am Bau hatten, hat diesen Part unser Architekt und mein Schwager übernommen. Hätte ich das mal selbst gemacht, die beiden haben den Baum ständig schief befestigt ;-) Ein paar Gläschen Sekt später passte aber alles und wir konnten uns ans Buffet machen.

die Tafelnochmal die Tafel

Als Tischdeko für unsere Tafel hatte die Bauherrin Bruchstücke von Mauersteinene gewählt. Den ganzen nächsten Tag haben wir ausgiebig gelacht, wenn beim Mauern mal wieder jemand gerufen hat:”Wer sägt mir mal ne Tischdeko von 23,5 cm?”

Richten die 3.

Für heute 17:00 Uhr hatten wir das Richtfest angesetzt. Bis dahin gabe es noch viel zu tun.

Wechsel eingebautWindrispenbänder

Zum einen musste der Wechsel für das Badezimmerfenster eingebaut werden, zum anderen waren die Windrispenbänder anzubringen.

Wie man sieht hatten wir traumhaftes Wetter, etwas kalt aber sonnig. Für mich wurde das schöne Wetter allerdings durch meine heutige Aufgabe getrübt:

krumme NägelGerade Nägel, so soll es aussehen

Alle 26 Sparren mussten mit jeweils zwölf 42/100-er Nägeln fixiert werden, macht ca: 300 Nägel. Zählt man die krumm geschlagenen Nägel mit, so habe ich an diesem Tag bestimmt 400 Nägel einschlagen müssen. Bereits nach 3 Sparren, als 36 Nägeln hatte ich meine erste Blase und die Knöchel wund, durch das Hämmern in der Nähe der Sparren. Wenn man meinen ersten und den letzten Sparren vergleicht finde ich, habe ich große Fortschritte gemacht :-)

Impressionen vom fertigen DachstuhlImpressionen vom fertigen Dachstuhl OstansichtImpressionen vom fertigen Dachstuhl Süd-West AnsichtPause der Zimmerleute

Irgendwie ging aber auch das vorbei und die Sparren sollen wohl die nächsten 50 Jahre halten. Um 14:00 Uhr waren wir soweit fertig. Während der Bauherr noch einige Fotos geschossen hat, haben sich die “Zimmerleute” ein Bier verdient.

Bevor die Gäste kommen heist es jetzt noch aufräumen, sauber machen und Fenster mit Baufolie abkleben. Da wir keine Stehparty veranstalten wollen, haben wir uns überlegt, aus unseren Gerüstbrettern und Steinen eine schöne lange Tafel zu bauen. Die sah dann auch toll aus, aber davon mehr beim Richtfest.

Richten die 2.

die ersten 4 Sparren im 1. OGdie ersten 4 Sparren im 2. OG

Schneller als erwartet ging die Montage der TJI-Träger. Schon um 9:00 Uhr standen die ersten 4 Sparren dort, wo sie hingehörten. Sie wurden zunächst mit 2 Nägeln fixiert, die restlichen 18 kommen später.

Querverstrebung zwischen den SparrenSparren mit Blick nach Unten

Zwischen zwei Sparren wird an der Fußfette eine Verstrebung angebracht. Der Blick nach Unten zeigt, wir haben sowohl die Länge des Daches, als auch den Dachüberstand richtig berechnet.

Eingangsbereich mit Dachder erste Blick auf unser Dach2. OG mit Dach auf der Nordseite

40 Minuten später, konnte das Ganze schon als Dach bezeichnet werden. Ein Anblick, den wohl kein Bauherr vergessen wird. Auch der Eingangsbereich sieht einfach toll aus.

Jezt fehlt uns die Firstfette, die wir per Kran aufstellen wollten. Dazu haben wir unsere “netten” Maurer von nebenan gefragt und sind prompt wieder angemuffelt worden (keine Zeit, keine Lust, vielleicht, irgendwann …). Da ich ungern mit braunen Ringen um die Nase herumlaufe (vom A….kriechen) haben wir kurzerhand einen Autokran bestellt. Dieser wurde uns für 15:00 Uhr zugesagt. In der Zwischenzeit war ja auch genug damit zu tun, die Träger ordentlich mit Fuß und Mittelfette zu verbinden.

Der Krank kommt

Um kurz nach 15:00 Uhr kam der Kran. Kurz vorher war übrigens der “nette” Kranführer von nebenan bei uns, um uns mitzuteilen, man hätte jetzt 15 Minuten Zeit für uns. Gedacht habe ich viel, gesagt habe ich: “Vielen Dank, aber die Sache hat sich erledigt!”.

Firstfette auf 2. OGFirstfette am Boden

Zunächst musste die Mittelfette nach unten, um ein Unterteil anzuschrauben. Anschließend wurde sie an die stehenden TJI-Träger gehoben und dort fixiert.

Befestigen der FirstfetteFirstfette Passt

Das Anbringen war kinderleicht. Fette an die Nördlichen Träger anlegen, befestigen, 2 Südliche TJI-Träger aufstellen, ausrichten, Stützen drunter, passt!

Dach von SüdenDach von NordenDer Wechsel für das Badezimmerfenster fehlt noch

Nach getaner Arbeit noch einige Aufnahmen von unserem Dach. Morgen müssen wir den Wechsel für das Badezimmerfenster einbauen und etwa eine halbe Million Nägel verarbeiten, damit das Dach auch hält.

Richten die 1.

Die Anlieferung des Holzes sollte gegen 11:30 erfolgen. Um 9:30 dann ein Anruf unseres Architekten, der LKW ist unterwegs und wird gegen 10:00 eintreffen. Schnell umziehen und ab zur Baustelle.

LKW mit HolzLKW mit Holz von oben

Als er dann eintraf, habe ich direkt einige Fotos gemacht. Obenauf liegen die Firstfette, die Fuß- und Mittelfetten und ganz unten die TJI-Träger, die unsere Sparren ersetzen.

TJI ist ein Markenname der Firma TrusJoist. Bei den Trägern werden zwei Gurte aus verleimtem Schichtholz durch einen Steg aus OSB-Platte (Grobspanplatte) verbunden.

Oberseite der TJI-TrägerUnterseite der TJI-Träger

Auf dem linken Bild sieht man die Seite der Träger, die später mit der Firstfette verbunden werden, rechts ist die Unterseite.

Da wir keinen Kran haben, hat die Zulieferfirma mindestens 3 Leute zum Abladen des LKW bestellt. Zwei Nachbarn hatten uns aber schon öfter die Nutzung ihres Krans angeboten. Leider wurde auf diesen beiden Baustellen heute nicht gearbeitet. Aber wir haben ja noch einen dritten Nachbarn. Schweren Herzens haben wir den dortigen Kranführer um Hilfe gebeten, denn auf dieser Baustelle sind wir von den Maurern schon mehrfach angemuffelt worden. So wurde uns dann auch heute gesagt, man hätte viel zu tun, aber in 10 Minuten würde man sich dazu herablassen, uns zu helfen.

Holz auf der OG-Decke

Aus den 10 Minuten wurde dann 1 Stunde aber schlussendlich hatten wir das ganze Holz auf der OG-Decke liegen.

Plazieren der Mittelfette

Mit der richtigen Technik und 4 starken Männern war das Plazieren der Fußfette auf der EG-Decke fast kein Problem. Diese besteht ja auch aus zwei Teilen, einem Kantholz und einem angeschrägten Teil.

Kontrolle der richtigen LageFußfette fertig

Das Kantholz wird mit den Bolzen in den Drempelstützen verschraubt, dann kann der angeschrägte Teil der Fußfette kommen. Dieser wird auf dem Kantholz vernagelt und verschraubt.

fertige Fußfette

Die Beschreibung des Statikers war einfacher geschrieben als die Bauanleitung für Möbel eines schwedischen Möbelhauses und so sah die fertige Fußfette dann auch so aus, wie sie aussehen sollte.

Ähnlich ging es jetzt mit den Mittelfetten weiter, die auf der OG-Decke verschraubt wurden. Für die Montage der Fetten haben wir dann auch den ganzen Tag gebraucht.

1000 Zugriffe

Dieses Blog habe ich am 7. Mai 2007 begonnen. Heute, fast 3 Monate später, kann ich den 1000. Besucher dieses Blogs begrüßen.

Vielen Dank für Euer Interesse, es motiviert mich, mehr und ausführlicher zu schreiben.

Betonieren der EG-Decke

Leider habe ich vom Betonieren der Decke keine Fotos. Ihr wollt die Gründe hierfür wissen? 1. Dummheit, 2. Dummheit und 3. schlechtes Wetter.

Zu 1.:
Mal wieder habe ich vergessen, die Akkus meiner Camera zu laden.

Zu 2.:
Die Randschalung hatten wir an den Giebelseiten aus Fertigschalungselementen erstellt, die einfach auf die Fertigdecke geklebt wurden. Diese nannten wir zukünftig “Spielzeugschalung”. An den Traufseiten hatten wir richtige Schalung aus Gerüstbrettern geschraubt.
Nachdem die Pumpe die ersten m³ Beton auf die Decke gepumpt hatte, gab die (Spielzeug-)Schalung an der Nordwestlichen Ecke des Hauses nach und der ein oder andere m³ landete in unserem zukünftigen Garten. Für uns hieß das, unter Hochdruck eine neue Schalung aus Gerüstbrettern anbringen.
Normalerweise schiebt man solche Fehler gerne auf den Computer, die Sekretärin oder auf Materialermüdung. Ich muss aber gestehen, dass ich die Spielzeugschalung an besagter Ecke selbst angebracht habe und vermute, dass diese nicht vollflächig verklebt war und somit dem Druck des Betons nicht standgehalten hat.
Hätte ich also Akkus gehabt, wäre Fotografieren das letzte gewesen, an das ich bei diesem Stress gedacht hätte.

Zu 3.:
Weil es Bindfäden geregnet hat, wären auch mit geladenen Akkus und ohne gebrochene Schalung alle Fotos ins Wasser gefallen.

fertige Decke und TreppenlochDecke fertig

Trotz aller Hindernisse war unsere Decke nach gut 2 Stunden fertig.

Decke fertig Blick nach OstenDecke fertig Blick nach Westen

Ok, ich gebe zu, glatt ist etwas anderes, aber ihr seht ja hier noch nicht den Nutzbelag (und ich muss den Rohbau ja auch nicht jeden Samstag fegen ;-)).

Fußspuren dummer Rohbautouristen

Mir war so, als hätte ich meine Meinung zu dummen Rohbautouristen schon einmal kundgetan. Scheinbar hat es nichts genützt, denn schon wieder ist uns jemand in den frischen Beton gestiefelt.